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	<title>Zins-Vergleich.de &#187; EvgeniaGrabovska</title>
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	<description>Alle Zinsen auf einen Blick</description>
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		<title>Auswirkung des Leitzinses auf Sparer</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 14:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>EvgeniaGrabovska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagesgeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wirken sich die Leitzinssätze auf Sparer und Kreditnehmer aus? Niedrige Zinssätze begünstigen Kreditnehmer und benachteiligen Sparer, die auf ihren Tagesgeld- und Festgeldkonten wenig oder gar keine Zinsen erhalten. Ab Juli und September wird die &#8220;Zinswende&#8221; auch die Sparzinsen wieder &#8230; <a href="https://www.zins-vergleich.de/tagesgeld/auswirkung-des-leitzinses-auf-sparer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><a href="http://www.zins-vergleich.de/tagesgeld/auswirkung-des-leitzinses-auf-sparer/attachment/wp-pics-5/" rel="attachment wp-att-4746"><img class="alignnone size-full wp-image-4746" title="WP Pics (5)" src="http://www.zins-vergleich.de/wp-content/uploads/2022/10/WP-Pics-5.png" alt="WP Pics (5)" width="1366" height="768" /></a>Wie wirken sich die Leitzinssätze auf Sparer und Kreditnehmer aus?</h1>
<p>Niedrige Zinssätze begünstigen Kreditnehmer und benachteiligen Sparer, die auf ihren Tagesgeld- und Festgeldkonten wenig oder gar keine Zinsen erhalten.</p>
<p>Ab Juli und September wird die &#8220;Zinswende&#8221; auch die Sparzinsen wieder steigen lassen. Wer sein Geld 12 Monate lang bei einer schwedischen Bank anlegt, erhält im besten Fall 1,45 Prozent (ab 8. September 2022). Außerdem werden die Banken wahrscheinlich landesweit die Strafzinsen für hohe Guthaben abschaffen. Der Einlagensatz, den die Banken für zu viel Bargeld an die EZB zahlen müssen, beträgt seit dem 14. September 0,75 Prozent, vorher waren es minus 0,5 Prozent und dann null.<span id="more-4743"></span></p>
<h1>Sie können die Zinsentwicklung zu Ihrem Vorteil nutzen</h1>
<p>Wir erleben derzeit positive Sparquoten, explodierende Kreditzinsen und eine Inflation von mehr als 8 Prozent aufgrund eines knappen Angebots an Rohstoffen und Energie. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie das Beste daraus machen können.</p>
<h2>Immobilien</h2>
<p>Bevor Sie jetzt eine Immobilie kaufen, sollten Sie einige Dinge beachten: Die Hypothekenzinsen haben sich seit Anfang des Jahres verdreifacht. Ein Kauf ist immer noch am günstigsten, wenn Sie sicher sind, dass Sie die Immobilie selbst nutzen werden und einen erheblichen Teil des Kaufpreises aus eigenen Mitteln aufbringen können. Die Finanzierung einer bewohnten Immobilie als Kapitalanlage wird immer teurer und lässt sich durch die derzeit niedrigen Mieten nicht rechtfertigen. Sie werden also wahrscheinlich Geld verlieren.</p>
<h2>Geldanlage</h2>
<p>Seit langem wird dazu geraten, Geld in sogenannte Immobilienwerte zu investieren, anstatt es wegen der niedrigen Zinsen auf einem Sparkonto liegen zu lassen. Dazu gehören Dinge wie Immobilien, aber auch Aktien. Nun aber steigen die Immobilienpreise weiter (bei steigenden Zinsen) und die globalen Wirtschaftsdaten sehen eher schwach aus, was den Aktienmarkt belastet.</p>
<p>Die Sparzinsen kehren langsam aber sicher zurück. Schwedische Festgelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten bieten bereits 1,45 Prozent Zinsen. Die Negativzinsen auf Girokonten sind fast verschwunden. Das gleicht die Inflation noch nicht aus, aber es ist ein erster Schritt.</p>
<p>Eine alternative Lösung: Diversifizieren Sie Ihre Investitionen. Investieren Sie einen Teil Ihres Geldes langfristig in internationale Aktien (mit Hilfe von ETFs) und halten Sie etwas Bargeld bereit. Wenn Ihnen der Werterhalt wichtig ist, können Sie bis zu 10 Prozent Ihres Vermögens in Gold investieren, das derzeit teurer ist als je zuvor. Ziehen Sie in Erwägung, Geld, das Sie für ein oder zwei Jahre entbehren können, bei einer Bank anzulegen, die höhere Zinssätze bietet. Sehen Sie sich hier unseren Vergleich von Festgeldkonten an.</p>
<h2>Kryptowährungen</h2>
<p>Grundsätzlich raten wir davon ab, in spekulative und hochvolatile Produkte wie Kryptowährungen zu investieren. Nur weil einige traditionelle Anlagen nicht mehr so attraktiv sind, heißt das nicht, dass man mit Bitcoin und Co. problemlos Gewinne erzielen kann. Im Gegenteil: Kryptowährungen haben in letzter Zeit massiv an Wert verloren. Dies wird auch als Krypto-Winter bezeichnet. Sie können also viel Geld verlieren. Investieren Sie nur Geld in Kryptowährungen und Co., das Sie nicht benötigen (&#8220;Spielgeld&#8221;).</p>
<h2>Energie sparen</h2>
<p>Es gibt viele Möglichkeiten, den Verbrauch von Strom, Gas und Benzin zu senken. Sie können zum Beispiel Sonnenkollektoren auf Ihrem Dach oder Balkon installieren oder auf der Autobahn langsamer fahren. Wenn möglich, nutzen Sie staatliche Anreize (z. B. KfW-Kredite für den Hausbau oder Energierabatte).</p>
<h1>Aktuelle Zinsprognose</h1>
<p>Früher als erwartet hat der EZB-Rat beschlossen, den Ankauf von Staatsanleihen zu beenden. Statt wie bisher im dritten Quartal wurde das Kaufprogramm am 1. Juli eingestellt. In einem Blogbeitrag vom 23. Mai 2022 sprach sich EZB-Präsidentin Lagarde überraschend deutlich für eine Normalisierung der Geldpolitik aus. Die Zinsschritte, die die EZB am 21. Juli ankündigte, waren sogar noch höher als die vorherige Ankündigung. Der deutliche Zinsschritt am 14. September unterstreicht, dass die EZB es mit der Inflationsbekämpfung ernst meint und sogar eine Rezession in Kauf nehmen würde.</p>
<p>Die Zinserhöhung dürfte sich weniger auf die aktuelle Inflation auswirken, die durch knappe Energieressourcen verursacht wird. Allerdings stützt sich die EZB bei ihren Prognosen stärker auf die sogenannte Kerninflation, die nicht die vorübergehenden Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln, sondern die Inflationserwartungen der Wirtschaft widerspiegelt.</p>
<p>Die Zinssätze liegen jetzt bei über 4 Prozent, und das ist zu hoch. Eine ultralockere Geldpolitik, die deflationäre Tendenzen (d.h. Abwärtsdruck auf die Preise) bekämpft, ist nicht mehr notwendig. Stattdessen ist eine rasche Normalisierung der Geldpolitik angebracht.<br />
Für die Eurozone hat die EZB ihre Inflationsprognose für das Gesamtjahr 2022 deutlich nach oben korrigiert, und zwar von 5,5 Prozent für 2023 auf 8,1 Prozent und von 2,3 Prozent für 2024.</p>
<h2>Aktuelle Zinssätze der EZB</h2>
<p>Seit dem 14. September 2022 liegt der Hauptrefinanzierungssatz (Zinssatz&#8221;) der Europäischen Zentralbank (EZB) für mittelfristige Kredite bei 1,25 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz für kurzfristige Kredite bei 1,5 Prozent und der Einlagensatz bei 0,75 Prozent.</p>
<h1>Zusammenfassend</h1>
<p>Banken wie die Europäische Zentralbank (EZB) und die amerikanische Federal Reserve (Fed) verwenden den Zinssatz als Instrument zur Steuerung der Geldmenge auf dem Markt und damit indirekt auch der Verbraucherpreise.</p>
<p>Der Leitzins ist der höchste Zinssatz und gibt an, wie teuer es für die Banken ist, sich bei der Zentralbank Geld zu leihen.</p>
<p>Je höher der Zinssatz, desto teurer ist es für die Banken, sich Geld zu leihen. Die Nachfrage geht zurück, das Geld wird knapper, und die Preise steigen. Umgekehrt bedeutet ein niedriger Zinssatz oft eine höhere Nachfrage nach Geld, mehr Geld im Umlauf und niedrigere Preise.</p>
<p>Das Ziel der EZB ist es, den Zinssatz so festzulegen, dass langfristig eine Inflation von 2 % entsteht. Dies gibt Verbrauchern und Produzenten einen Anreiz, Geld auszugeben &#8211; d. h. zu konsumieren oder zu produzieren &#8211; bevor es auf Sparkonten an Wert verliert. So bleibt die Wirtschaft in Gang.</p>
<p>In diesen Situationen stößt die Geldpolitik an ihre Grenzen. Zum Beispiel dann, wenn der Leitzins bereits bei null liegt, es also kostenloses Zentralbankgeld gibt, aber die Nachfrage danach ausbleibt. Dies kann in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit der Fall sein, wie etwa während der Staatsschuldenkrise von 2012 bis 2015 oder nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020.</p>
<p>Andererseits gibt es Umstände, unter denen die Geldpolitik unwirksam sein kann. Zum Beispiel, wenn der Preisanstieg durch ein knappes Angebot an Energieträgern verursacht wird, wie es derzeit der Fall ist. Entscheidend für die EZB sind aber die Inflationserwartungen in der Wirtschaft oder die Entwicklung der so genannten Kerninflation, die Preisschocks für Energie und Nahrungsmittel nicht berücksichtigt.</p>
<p>Im Mai 2022 rief EZB-Chefin Lagarde zu einer Normalisierung der Geldpolitik auf, da die Inflationserwartungen in der Eurozone inzwischen deutlich im positiven Bereich lagen. Eine ultralockere Geldpolitik zur Bekämpfung deflationärer Tendenzen (Abwärtsdruck auf die Preise bei schleppendem Wirtschaftswachstum) sei nicht mehr angemessen.</p>
<p>Am 21. Juli 2022 gab die EZB bekannt, dass sie den Hauptrefinanzierungssatz von 0 % auf 0,5 % anheben wird. Der Spitzenrefinanzierungssatz stieg auf 0,75 %. Der Einlagensatz ist nicht mehr negativ, sondern wurde auf 0 % angehoben. Alle Zinssätze werden am 14. September erneut um 0,75 Prozentpunkte angehoben.</p>
<p>Die Zinssätze für Hypotheken steigen wieder. Aber auch die Sparzinsen steigen langsam. Als Verbraucher sollten Sie Ihr Geld breit streuen. Investieren Sie einen Teil in internationale Aktienfonds (ETFs), mischen Sie etwas Gold bei, kaufen Sie eine Immobilie nur, wenn Sie vorhaben, dort selbst zu wohnen und viel Eigenkapital einzubringen. Halten Sie einen Puffer auf Ihrem Girokonto.</p>
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		<title>Entwicklung des Leitzinses im Zeitverlauf</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 13:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>EvgeniaGrabovska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagesgeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Entwicklung des Leitzinses im Zeitverlauf Der Zinssatz hat sich im Laufe der Zeit verändert. Nach der Finanzkrise senkten die EZB und die Fed (das Zentralbank-System und die US-Notenbank der USA) die Zinssätze immer weiter, bis sie schließlich bei null lagen. &#8230; <a href="https://www.zins-vergleich.de/tagesgeld/entwicklung-des-leitzinses-im-zeitverlauf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zins-vergleich.de/tagesgeld/entwicklung-des-leitzinses-im-zeitverlauf/attachment/wp-pics-4-2/" rel="attachment wp-att-4756"><img class="alignnone size-full wp-image-4756" title="WP Pics (4)" src="http://www.zins-vergleich.de/wp-content/uploads/2022/10/WP-Pics-41.png" alt="WP Pics (4)" width="1366" height="768" /></a><a href="http://www.zins-vergleich.de/tagesgeld/entwicklung-des-leitzinses-im-zeitverlauf/attachment/wp-pics-4/" rel="attachment wp-att-4733"><br />
</a></p>
<h1>Entwicklung des Leitzinses im Zeitverlauf</h1>
<p>Der Zinssatz hat sich im Laufe der Zeit verändert. Nach der Finanzkrise senkten die EZB und die Fed (das Zentralbank-System und die US-Notenbank der USA) die Zinssätze immer weiter, bis sie schließlich bei null lagen. Darüber hinaus kauften die Zentralbanken Staatsanleihen auf. Die EZB kaufte auch Staatsanleihen von hoch verschuldeten EU-Ländern und gewährte ihnen so günstige Kredite.<br />
Dadurch konnten die Banken viel billiges Geld auf den Markt bringen, um die Wirtschaft in Gang zu halten &#8211; und im Fall der EZB die Eurozone zusammenzuhalten. Auf dem Höhepunkt der Staatsschuldenkrise im Jahr 2012 kündigte der damalige EZB-Präsident Mario Draghi an, er werde &#8220;alles tun, was nötig ist, um den Euro zu retten&#8221;.<span id="more-4729"></span></p>
<p>Angesichts der Rekordinflation von 9,1 Prozent in der Eurozone und 7,9 Prozent in Deutschland im August 2022 stieg der Druck auf die Notenbanken, die Geldentwertung zu stoppen und die Inflationserwartungen in den Griff zu bekommen. Dabei spielt der Leitzins eine entscheidende Rolle. Die gewünschte Inflation liegt eigentlich bei 2 Prozent.</p>
<p>Die Fed hob die Zinssätze am 15. Juni unerwartet um 0,75 Prozent auf einen Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent an und erhöhte sie Ende Juli weiter auf einen Korridor von 2,25 bis 2,5 Prozent. Am 21. Juli 2022 erhöhte die EZB die Zinssätze um 0,5 Prozentpunkte. Am 14. September werden sie um weitere 0,75 Prozentpunkte angehoben. Der Hauptrefinanzierungssatz (Spitzenrefinanzierungssatz) liegt nun mit 1,25 Prozent deutlich im positiven Bereich.</p>
<h1>Die Risiken der Zinsentwicklung</h1>
<p>Die Herausforderung für die Zentralbank besteht darin, den Zinssatz immer so anzupassen, dass die Verbraucherpreise dauerhaft um 2 Prozent steigen. In der Theorie ist das einfacher als in der Praxis.</p>
<p>Insbesondere, weil die Inflation nicht immer durch eine erhöhte Güternachfrage entsteht, sondern manchmal auch durch ein zu knappes Angebot. Und so stößt auch die Geldpolitik der EZB an Grenzen oder bringt bestimmte Zinsentwicklungen und Probleme mit sich. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengetragen.</p>
<h2>Wenn die Null-Prozent-Zinsen nicht mehr wirksam sind</h2>
<p>Es gibt Situationen &#8211; wie die Staatsschuldenkrise 2012 oder der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie 2020 &#8211; in denen die Preise nicht steigen, obwohl viel billiges Geld vorhanden ist. Der Grund dafür ist, dass sowohl Verbraucher als auch Unternehmen die gesamtwirtschaftliche Lage skeptisch sehen und vorsichtiger agieren.</p>
<h2>Wenn Erhöhung keine Wirkung zeigt.</h2>
<p>Mit anderen Worten: Es gibt auch Situationen, in denen eine Zinserhöhung wenig sinnvoll wäre. Nämlich dann, wenn die Preise aufgrund eines knappen Angebots und nicht aufgrund der Geldmenge steigen. Die Geldpolitik hat ihre Grenzen.</p>
<p>Nach dem anfänglichen Coronavirus-Schock wurde die Produktion im Jahr 2021 wieder hochgefahren, was zu einem Anstieg der Nachfrage und der Preise für Energie führte. Dies führte auch dazu, dass viele importierte Komponenten und Rohstoffe knapp wurden und sich erheblich verteuerten.</p>
<h2>Lohn-Preis-Spirale</h2>
<p>Wenn die Inflation zu lange anhält und die Lebenshaltungskosten stark ansteigen, werden die Arbeitnehmer schließlich von ihren Arbeitgebern mehr Lohn verlangen, um mit der Inflation Schritt zu halten. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Lohn-Preis-Spirale führen. In diesem Fall würden die Unternehmen die Preise anheben, um die höheren Lohnkosten zu decken, was wiederum die Inflation weiter anheizen würde.</p>
<p>Die Zentralbank müsste entschlossen handeln, um die Zinssätze anzuheben und die Inflation zu drücken. Wenn die Wirtschaft jedoch nicht stark genug ist, besteht die Gefahr einer Rezession.</p>
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		<title>Erhöhung des Leitzinses – gute Nachrichten?</title>
		<link>https://www.zins-vergleich.de/tagesgeld/erhohung-des-leitzinses-gute-nachrichten/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 13:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>EvgeniaGrabovska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagesgeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Die EZB hat die Zinssätze deutlich erhöht: Gründe und Folgen Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinssätze im September 2022 erneut um 0,75 Prozentpunkte erhöht. Es ist die größte Zinserhöhung in der Geschichte der EZB. Der Hauptrefinanzierungssatz (der höchste Kreditzins) liegt &#8230; <a href="https://www.zins-vergleich.de/tagesgeld/erhohung-des-leitzinses-gute-nachrichten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-4718" title="Leitzins Erhöhung" src="http://www.zins-vergleich.de/wp-content/uploads/2022/10/leitzins-erhoehung-1024x575.png" alt="Leitzins Erhöhung" width="584" height="327" /></p>
<h1>Die EZB hat die Zinssätze deutlich erhöht: Gründe und Folgen</h1>
<p>Di<span style="font-weight: 300;">e Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zins</span><span style="font-weight: 300;">sätze im September 2022 erneut um 0,75 Prozentpunkte erhöht. Es ist die </span><span style="font-weight: 300;">größte Zinserhöhung in der Geschichte der EZB.</span></p>
<div>
<p>Der Hauptrefinanzierungssatz (der höchste Kreditzins) liegt daher derzeit bei 1,25 Prozent. Der Einlagensatz, der die Sparzinsen für Verbraucher bestimmt, liegt bei 0,75 Prozent. Ein wichtiger Grund für das klare Signal war die Rekordinflation von 9,1Prozent in der Eurozone im August 2022. Die erste Zinserhöhung der EZB erfolgte am 21. Juli und markierte den Wendepunkt.<span id="more-4715"></span></p>
<p>Das vorrangige Ziel der Europäischen Zentralbank ist es, die Inflation zu senken, indem sie die Inflationserwartungen der Wirtschaftsteilnehmer reduziert. Dies stärkt auch die Glaubwürdigkeit der EZB.</p>
<h1>Gründe für die Leitzinserhöhung</h1>
<p>So lautet die Theorie: Wenn die (Leit-)Zinsen niedrig sind (wie in den letzten Jahren), ermutigt dies uns Menschen, Geld auszugeben. Mit dem Konsum steigt die Nachfrage nach Gütern und damit auch die Preise. Dies kann zu einer Inflation führen, der so genannten nachfrageinduzierten Inflation. Normalerweise erhöht die Zentralbank dann die (Leit-)Zinsen, Sparen wird wieder attraktiver, die Menschen konsumieren weniger und die Preise sinken.</p>
<p>Der Mechanismus funktioniert jedoch nur, wenn die Inflation durch die Nachfrage ausgelöst wird. Im Moment steigen die Preise, weil Energie und andere Wirtschaftsgüter knapp sind. Man sagt, dass die Inflation angebotsinduziert ist.</p>
<p>Zinsen werden in der Welt aktuell angehoben, weil die Notenbanken verhindern wollen, dass Wirtschaftsteilnehmer die hohen Inflationsraten als neue Normalität ansehen. Diese Reaktion ist notwendig, um Glaubwürdigkeit zu bewahren und stabile Preise sicherzustellen, damit die Wirtschaft und Verbraucher planen können. Auf lange Sicht kann diese Strategie funktionieren.</p>
<h1>Folgen für die Leitzinserhöhung</h1>
<p>Was sind die kurzfristigen Auswirkungen der Zinserhöhung? Kurzfristig regen höhere Zinssätze zum Sparen an. Alternativ dazu geben wir Menschen das Geld, das wir haben, für teure Energie aus und können kaum noch etwas anderes konsumieren. Auch wenn wir effektiv auf Konsum verzichten, geht die Inflation nicht sofort zurück. Knappe Güter bleiben knapp und teuer.<br />
Die Wirtschaft kann vorübergehend in eine Rezession geraten, wenn der Konsum nachlässt und die Produktion sinkt. Eine Rezession liegt vor, wenn die Wirtschaft eines Landes in zwei aufeinander folgenden Quartalen schrumpft. Dies kann zu Arbeitsplatzverlusten, einem Rückgang der Steuereinnahmen usw. führen. Die Wirtschaft kommt zum Stillstand.</p>
<p>Welche Folgen hat das für die Sparer? Es gibt wieder Zinsen auf Tages- und Festgeldkonten. Die Verwahrungsgebühr für große Geldbeträge auf dem Girokonto entfällt bei den meisten Banken. Kredite, insbesondere Hypotheken, werden teurer.<br />
Einige der unerwünschten wirtschaftlichen Folgen könnten möglicherweise durch staatliche Maßnahmen abgemildert werden.</p>
<h1>Was ist der Leitzins?</h1>
<p>Der Leitzins ist der Zinssatz, den die Zentralbank einer Volkswirtschaft festlegt, um die Geldmenge und Liquidität im Umlauf zu regulieren. Er wirkt sich auf Kredit- und Sparangebote sowie auf die Inflation aus und kann daher die gesamte Wirtschaft beeinflussen.<br />
Der Leitzins ist sozusagen der Zins der (Kredit)-zinsen. Er ist das Instrument Nummer eins der Notenbanken weltweit, um die Geldmenge und indirekt die Höhe der Verbraucherpreise zu steuern.<br />
Der Hauptrefinanzierungssatz ist der Leitzins. Daneben gibt es zwei weitere EZB-Sätze, den Spitzenrefinanzierungssatz und den Zinssatz für die Einlagefazilität. Manchmal werden alle drei Sätze als Leitzinssätze bezeichnet.</p>
<h2>Hauptrefinanzierungssatz</h2>
<p>Der Hauptrefinanzierungssatz skizziert die Bedingungen, unter denen sich Banken über einen längeren Zeitraum &#8211; zwischen zwei Wochen und drei Monaten &#8211; Geld bei der EZB leihen können. Das Zentralbankgeld wird den Banken im Rahmen eines Auktionsverfahrens zugeteilt und landet auf ihrem Zentralbankkonto. Die Banken müssen dafür Sicherheiten stellen, in der Regel Anleihen oder hypothekarisch gesicherte Wertpapiere.</p>
<p>Im Idealfall verleihen die Banken das geliehene Geld dann mit einem Zinsaufschlag an Unternehmen oder Privatpersonen und setzen so den Anreiz für Konsum und Investitionen. Nach Jahren der Nullzinsen hat die EZB am 27. Juli den Leitzins auf 0,5 Prozent und am 14. September auf 1,25 Prozent erhöht.</p>
<h2>Spitzenrefinanzierungssatz</h2>
<p>Dieser Zinssatz ist in der Regel höher als der Hauptrefinanzierungssatz und liegt seit dem 14. September 2022 bei plus 1,5 Prozent. Banken zahlen ihn, wenn sie kurzfristig (über Nacht) mehr Geld brauchen, um zahlungsfähig zu bleiben. Es handelt sich also um ein Notfalldarlehen, und deshalb verlangt die Europäische Zentralbank höhere Zinssätze. Alternativ haben die Banken immer die Möglichkeit, sich über Nacht Geld von anderen Banken zu leihen (und das idealerweise zu einem niedrigeren Zinssatz).</p>
<h2>Einlagenzins</h2>
<p>Das ist der Zinssatz, der anfällt, wenn Banken überschüssiges Geld über Nacht auf ihrem Zentralbankkonto liegen lassen, liegt seit jeher unter dem Hauptrefinanzierungssatz. Seit 2020 liegt der Einlagensatz bei minus 0,5 Prozent. Erst am 21. Juli 2022 hat die EZB diesen negativen Zinssatz abgeschafft. Seitdem müssen Banken keine Strafzinsen mehr an die EZB zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der Zentralbank parken (müssen). Ab dem 14. September wird der Einlagensatz auf 1,25 Prozent steigen.</p>
<p>Die Zinssätze für unser Giro- oder Sparkonto leiten sich vom Einlagenzins ab. Viele Banken hatten den Negativzins der Europäischen Zentralbank direkt an Kunden weitergegeben, die mehr als 25.000 Euro auf ihrem Girokonto hatten. Jetzt, wo die Zinsen positiv werden, schaffen die Banken die negativen Einlagenzinsen in großem Umfang ab. Immer mehr Banken reagieren darauf mit besseren Angeboten für Festgeld oder Tagesgeldkonten.</p>
<p>Welche Auswirkungen haben niedrige und hohe Zinssätze? Der Zinssatz kann die Geldmenge beeinflussen, was sich wiederum auf die Preise auswirkt. Aber wie wirkt sich ein bestimmter Zinssatz auf Verbraucher und Unternehmen aus?</p>
<p>Ein niedriger Zinssatz bedeutet, dass sich die Banken billig Geld leihen können. Kurzfristig steigt das Geldangebot an. Jeder vorhandene Euro verliert an Wert und diese Abwertung macht sich durch steigende Preise bemerkbar.<br />
Dies führt zu höheren Preisen, da die Verbraucher lieber sofort konsumieren, als die Geldentwertung durch Ersparnisse zu ertragen. Wenn die Nachfrage nach Gütern steigt, steigen auch die Preise.</p>
<p>Günstige Kreditzinsen und eine erhöhte Nachfrage seitens der Verbraucher ermutigen die Unternehmen, in die Produktion zu investieren, z. B. in die Erweiterung ihres Geschäfts. Dies würde dann zu einem Rückgang der Preise führen. Im Idealfall würde dies zu einem Preisanstieg von etwa 2 Prozent führen.</p>
<p>Die Zentralbank wird den Zinssatz senken, wenn sie feststellt, dass die Preise stagnieren. Die Zinssenkung sollte dann wie ein Stimulus wirken, der Verbraucher und Unternehmen wieder aktiv werden lässt.</p>
<p>Ein hoher Leitzinssatz bedeutet, dass es für die Banken teuer ist, neues Zentralbankgeld abzurufen. Sie tun dies seltener, und das Geldangebot sinkt. Jeder vorhandene Euro wird wertvoller. Das gleiche Produkt wird billiger.<br />
Die niedrigeren Preise werden dadurch verursacht, dass die Verbraucher ihren Konsum aufschieben und stattdessen mehr sparen, weil es Zinsen auf Sparkonten gibt &#8211; Sparen wird belohnt. Wenn die Nachfrage nach Gütern sinkt, sinken die Preise.<br />
Teure Kreditzinsen und eine geringere Nachfrage der Verbraucher bremsen die Investitionspläne der Unternehmen. Vielmehr würden sie bestehende Unternehmen am Laufen halten. Bei gleichem oder geringerem Warenangebot würden die Preise wieder leicht steigen.</p>
<p>Die Zentralbank wird den Zinssatz anheben oder auf einem höheren Niveau belassen, wenn sie feststellt, dass die Preise zu stark steigen und die Wirtschaft &#8220;überhitzt&#8221; ist. Die Zinserhöhung sollte dann wie eine Bremse wirken.</p>
<h2>Wer entscheidet über den Leitzins?</h2>
<p>Der EZB-Rat, der oberste Rat der Zentralbank, besteht aus 25 Mitgliedern. Der Rat tritt alle zwei Wochen zusammen und befasst sich mit der Wirtschaftslage, macht Prognosen über die Wirtschaft und die Inflation. Alle sechs Wochen trifft er eine &#8220;geldpolitische Entscheidung&#8221; und legt die Zinssätze fest.</p>
<p>Die Bekanntgabe der Entscheidung erfolgt dann durch EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf einer Pressekonferenz. Diese findet immer an einem Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr in den Räumen der EZB in Frankfurt am Main statt.</p>
<h2>Warum wird der Zinssatz geändert?</h2>
<p>Die EZB strebt &#8220;stabile Preise&#8221; an. In der Praxis bedeutet dies, dass der Zinssatz im Idealfall die Geldmenge so erhöhen sollte, dass die Verbraucherpreise um 2 Prozent pro Jahr steigen. Die EZB wird immer dann eine Änderung des Zinssatzes in Erwägung ziehen, wenn sich zeigt, dass die tatsächliche Preisentwicklung über einen längeren Zeitraum von diesen 2 Prozent abweicht.</p>
<p>Dies ist in der Regel in bestimmten Konjunkturzyklen der Fall: Eine zu niedrige Inflation erleben wir meist in Zeiten, in denen die Wirtschaftsleistung stagniert und die Wirtschaft &#8220;schwach&#8221; ist (wie während der Coronavirus-Pandemie 2020 und 2021). Andererseits kann eine zu hohe Inflation auftreten, wenn die Wirtschaft &#8220;brummt&#8221;. In diesem Fall produzieren die Unternehmen an der oberen Grenze ihrer Kapazität. Die Verbraucher fragen mehr nach, als produziert werden kann.</p>
<p>Mit Hilfe der Zinssätze kann die EZB die Geldmenge und die Inflation steuern, was wiederum zur Ankurbelung der Wirtschaft beitragen kann. Dies ist hilfreich, um ihr Ziel der Unterstützung eines &#8220;angemessenen Wirtschaftswachstums&#8221; zu erreichen.</p>
<p>Das Inflationsziel der EZB von 2 Prozent hat in erster Linie psychologische Gründe. Es soll Anreize für Verbraucher und Unternehmen schaffen, Geld auszugeben und zu investieren, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.</p>
<p>Die Inflation zieht an und die Wirtschaft wächst. Die Idee ist, dass die Verbraucher eher bereit sind, Geld auszugeben, bevor es auf ihrem Sparkonto weniger wert ist, wenn die Zentralbank eine moderate Geldentwertung glaubhaft kommuniziert. Arbeitnehmer sind motivierter, weil sie auf dem Papier eine Lohnerhöhung erwarten können. Die Unternehmen können auf höhere Preise beim Verkauf ihrer Produkte hoffen.</p>
<p>Die Geldentwertung bedeutet, dass sich die Arbeitnehmer nicht mehr wirklich etwas leisten können und die Unternehmen keine höheren Gewinne erzielen. Auf dem Papier sind jedoch größere Geldbeträge vorhanden. Das reicht aus, um die Wirtschaftsteilnehmer aktiv zu machen und zu verhindern, dass die Wirtschaft stagniert.</p>
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